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Alles über uns
Nach vielen gemeinsamen Jahren in der stationären Jugendhilfe haben wir 2023 mit beziehungsweisen einen kleinen Träger für Fortbildung und Supervision mit traumapädagogischem Schwerpunkt gegründet.


Claudia Dröge
Diplom-Psychologin
Geboren wurde ich 1966 und ich wohne in der Nähe von Frankfurt/Main. Ich lebe in einer eingetragenen Partnerschaft mit meiner Frau, und wir haben eine Tochter.
Einen großen Teil meiner Kindheit habe ich mit meiner Familie in fernen Ländern wie Somalia, Thailand und Ägypten verbracht. Ich habe gelernt, meine Umwelt zu erkunden, offen auf Menschen zuzugehen und mich immer wieder neu zu orientieren. Zu verstehen, welche Regeln und Rituale für das Zusammenleben gelten, war wichtig für mich. Ich habe viele Bindungen geknüpft, musste aber auch immer wieder Menschen und sichere Orte und zurücklassen. Das war nicht immer einfach.
Kinder können sprachliche, kulturelle und lebensweltliche Barrieren mühelos überwinden! Und so habe ich schöne Erinnerungen an freundschaftliche Begegnungen, geprägt von Neugier, Offenheit und wertfreier Akzeptanz.
Nach Abitur und einer Ausbildung im Hotelfach habe ich Psychologie studiert.
Mein berufliches Zuhause ist seitdem die Kinder- und Jugendhilfe mit ihren vielfältigen und spannenden Arbeitsfeldern, von denen ich im Laufe meiner Berufsjahre viele sehr gut kennengelernt habe.
Im beruflichen Kontakt mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen habe ich nach dem Studium schnell gemerkt, dass ein Werkzeugkasten, gefüllt mit verschiedenen Sichtweisen auf menschliche Interaktion, psychische Problematiken und fachliche Fragestellungen sehr wichtig ist, um die Adressaten zu erreichen und zu unterstützen. So folgte u.a. eine Weiterbildung zur Systemischen Beraterin und Therapeutin. Meine Grundhaltungen haben sich ausgeprägt: dass Menschen ein großes Potenzial zur Selbstorganisation haben, dass IHRE Sichtweise die entscheidende ist und dass es darum geht, zusammen neue, bewertungsfreie Blickwinkel und Perspektiven zu entwickeln.
Über viele Jahre konnte ich berufliche Erfahrungen bei dem Jugendhilfeträger Projekt PETRA sammeln und dort auch Leitungsaufgaben übernehmen. Die Leitung meiner Teams mit Fachverstand, Klarheit und Herz, die Unterstützung und Förderung jedes Mitarbeitenden und die Übernahme von Verantwortung für fachliche und personelle Entscheidungen waren damals meine Entwicklungsaufgaben.
Mit der Gründung der Therapeutischen Wohngruppe DA·HEIM in Darmstadt in eigener Trägerschaft in 2012 begann für mich eine herausfordernde, spannende und gleichzeitig sehr erfüllende Aufgabe! Der Motor für diesen Schritt waren mein Wunsch nach Unabhängigkeit und die Möglichkeit, ohne Zwänge so zu arbeiten, wie ich es für fachlich geboten und ethisch vertretbar halte. Zusammen mit tollen Kolleg:innen konnten wir so für und mit acht Kindern und Jugendlichen einen für alle sicheren Lebens- und Arbeitsraum gestalten.
In der stationären Arbeit haben wir uns zunächst viel mit einzuhaltenden Regeln und Normen und den Verhaltensauffälligkeiten der Kinder und Jugendlichen beschäftigt. Die Sichtweise war störungs- und symptomorientiert. Ziel war es, den Kindern und Jugendlichen zu mehr Anpassung und Funktionsfähigkeit zu verhelfen. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass damit verbundene pädagogische Strategien zu kurz griffen und den Kindern und Jugendlichen zumeist kein inneres Heilen und Wachstum ermöglichten.
Das Kennenlernen der Traumapädagogik im Jahr 2018 mit Hedi Freude (Institut für Trauma und Pädagogik) war für mich eine Offenbarung. Hier konnte ich fachlich lernen und emotional begreifen, was ich intuitiv schon immer gespürt hatte: It´s all about Bindung… Wie gestalten wir unsere Bindungen zu den Kindern und Jugendlichen (und zu den Kolleg:innen) authentisch und professionell zugleich? Wie können wir Nähe und Distanz im Einklang mit uns und den Bedürfnissen der Adressaten regulieren, korrigierende Bindungserfahrungen anbieten, nachnähren? Wie unterstütze ich einen Menschen, der von Trauer überflutet wird und schütze mich gleichzeitig vor emotionalen Sturmfluten? Zusammen mit meiner Kollegin Magdalena Zapf haben wir die Wohngruppe mit den Haltungen und Ideen der Traumapädagogik durchwoben, und dies machte einen großen Unterschied und so viel Freude!
Zum 01.01.2025 habe ich die Wohngruppe in jüngere Hände übergeben (Roland Wiebe, kaleidoskop GmbH) und meinen beruflichen Kurs noch mal verändert.
Im Rahmen von Supervision und Fortbildung schaue ich nun neugierig auf Fachmenschen, Teams und Netzwerke und biete ihnen mein Wissen und meine Erfahrungen an. Mit meinem Gespür für Menschen und passende Lösungen möchte ich sie darin unterstützen, sich, ihr berufliches Handeln, ihre inneren Beweggründe und ihre Interaktionspartner:innen zu verstehen. Es geht meist darum, gemeinsam Haltungen und neue Perspektiven zu entwickeln. Wertschätzung und Transparenz sind dabei für mich handlungsleitend. Zusammen mit Magdalena Zapf habe ich 2024 den Träger beziehungsweisen gegründet.

Magdalena Zapf
Soziale Arbeit M.A.
Nach Ende meiner Schulzeit im südhessischen Odenwald lernte ich unterschiedliche pädagogische Praxisfelder kennen. Besonders eine teilstationäre Tagesgruppe weckte mein Interesse und entfachte eine bleibende Begeisterung für den Arbeitsbereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Während eines Pädagogik-Studiums entschied ich dann, mich in Richtung Soziale Arbeit zu orientieren. Und während des Masterstudiengangs Soziale Arbeit lernte ich die Psychoanalytische Pädagogik und mentalisierungsfördernde Soziale Arbeit kennen.
Noch während meines Studiums begann ich als studentische Aushilfskraft in der stationären Jugendhilfe zu arbeiten. Wenngleich mich weder die konkreten Arbeitsbedingungen noch die pädagogische Rahmung in diesen Einrichtungen überzeugen konnte, erkannte ich doch das Potential und die herausfordernden und kraftvollen Möglichkeiten, die in der stationären Jugendhilfe liegen.
Auf meiner Suche nach einer Wohngruppe mit anderen Bedingungen für Fachmenschen und die dort lebenden Kinder und Jugendliche entdeckte ich im Frühsommer 2013 die Wohngruppe DA∙HEIM. Ich sah sofort, dass ich auf einen Edelstein gestoßen war und verwendete neben dem laufenden Masterstudium viel Energie darauf, den Arbeitsbereich der stationären Jugendhilfe unter liebevoll und durchdacht gestalteten und auf den Bedarf der Kinder und Jugendlichen angepassten Bedingungen mit seinen unterschiedlichen Facetten kennenzulernen. Die intensive, bindungsorientierte Arbeit mit der 8-köpfigen Kindergruppe begeisterte mich von Beginn an genauso wie die enge Zusammenarbeit und der kontinuierliche, fachliche Austausch über alltagspraktische Fragen und pädagogische Normen und Leitlinien. Ich lernte, unterschiedlichen Kindern individuelle Beziehungsangebote zu machen und ihnen damit tragfähige Bindungen zu ermöglichen. Ich lernte, Kindern einen klaren, überschaubaren Rahmen zu geben, indem sie sich ihren Möglichkeiten entsprechend bewegen und darin wachsen können. Ich lernte, Kindern genau zuzuhören und ihnen in Harmonie oder im Streit wertschätzend, klar und verlässlich zu begegnen. Und ich lernte mit einem großartigen, interdisziplinären Team von unterschiedlichen Fachmenschen in Verbindung zu gehen und zu bleiben, in der Sache zu streiten, gute Lösungen zu finden, Krisen durchzustehen und auf viele Schultern verteilte Belastungen zu halten. So fiel mir die manchmal schwere Arbeit meist leicht und bereitete mir große Freude.
Trotzdem suchte ich nach fast 5 Jahren neue Herausforderungen und entschied mich, die Wohngruppe zu verlassen. Nach einem beruflichen Ausflug in die Jugendhilfe an einer Schule (mit Leitungsaufgaben) und den Bereich der Sozialpädagogischen Familienhilfe und des Betreuten Wohnens für psychisch erkrankte Erwachsene, bekam ich im Sommer 2020 die Chance, mit neuer Funktion in die Wohngruppe DA∙HEIM zurückzukehren:
Claudia Dröge suchte eine neue Stellvertretung und Pädagogische Leitung der Einrichtung. Ich wuchs in den folgenden Jahren an der Leitung des Mitarbeiter:innen-Teams und der Steuerung der pädagogischen Prozesse. Begleitend zu meinem Wiedereinstieg in der Wohngruppe DA∙HEIM beschäftigte ich mich intensiver mit der Traumapädagogik und begann eine Weiterbildung im Institut für Trauma und Pädagogik (Hedi Freude, Mechernich). Ich sah, wie es mir diese bindungsorientierte, traumasensible, haltgebende Pädagogik möglich machte, besonders im Kontext der stationären Jugendhilfe Hypothesen zu überprüfen, Fragen zu formulieren und so andere, für alle Beteiligte passendere Zielsetzungen zu entwickeln. Ich lernte mit der traumapädagogischen Brille neu, Kinder, Jugendliche und ihre Familien ganzheitlich zu sehen und mit ihrem Sosein anzunehmen. Ich lernte gewichtige Gründe zu suchen und Überlebensstrategien zu erkennen. Ich lernte, gemeinsam mit den Kindern, Jugendlichen und ihren Familien (Schmerz, Trauer oder Wut) auszuhalten. Und ich lernte, dabei weder Freude noch Spaß zu vergessen, sondern bewusst in die Gegenbewegung zu gehen und Leichtigkeit und Entlastung zu erhalten.
Mittlerweile lebe ich mit meinem Partner und meinem Sohn südlich von Frankfurt und habe mich entschieden nach meiner Rückkehr und nochmal fast 5 intensiven Jahren in der Wohngruppe DA∙HEIM wieder neue Wege zu gehen. Ich möchte meine Begeisterung, mein Wissen und meine Neugierde für die Traumapädagogik und eine wertschätzende, bindungssensible Haltung für Familien und Fachmenschen mit beziehungsweisen weitergeben.
Fachlich. Zuverlässig. Professionell.
Mit wem wir arbeiten
Hier finden Sie eine Auswahl unserer Kooperationspartner:innen.
„Wir kooperieren seit 2023 mit beziehungsweisen. Die traumapädagogischen Workshops sind praxisnah, motivierend und eine wertvolle Unterstützung für unsere tägliche Arbeit.“

Heilpädagogische Kinder- und Jugendhilfe Oberotterbach e.V.
“Magdalena Zapf und Claudia Dröge bieten lebendig gestaltete, fachlich versierte und von vielfältigen praktischen Erfahrungen getragene Fortbildungen an!”

kaleidoskop gGmbH – Kinder- und Jugendhilfe
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